Bei der Hauptversammlung des Segelflugclubs am Freitagabend wurde der bisherige 2. Vorsitzende Reiner Weig zum neuen Vereinsvorstand gewählt. Er löst damit Hermann Feistenauer ab, der nach 30 Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl angetreten war. Feistenauer lenkte seit 1982 als 1. Vorsitzender die Geschicke der Tirschenreuther Segelflieger.

Albert Schmidt wurde von der Versammlung zum 2. Vorsitzenden bestimmt. Wiedergewählt wurden Walter Köllner als Kassenwart und Ausbildungsleiter, Alexandra Ritz als Schriftführerin und Rainer Schaller als Werkstattleiter. Neuer Jugendleiter beim SFC ist Michael Köllner.

Bereits bei der letzten Wahl vor drei Jahren kündigte Feistenauer an, dass er sich aus der Vereinsführung zurückziehen möchte. Er ist seit 1963 aktives Mitglied beim SFC und seit 1970 als Technischer Leiter tätig. Damit stellt sich Feistenauer nun schon über 40 Jahre uneigennützig in den Dienst des Segelflugclubs und machte sich um den Luftsport im Stiftland außerordentlich verdient. Unter seiner Führung wurde die Infrastruktur des Segelfluggeländes ausgebaut und modernisiert. Mit dem letzten Großprojekt, dem Neubau der Flugzeughalle 2007, hat er sich selbst ein Denkmal gesetzt. Auch sein ehrgeiziger Traum, das Flugplatzgelände während seiner Amtszeit vollständig in den Besitz des Vereins zu bekommen, hat sich fast erfüllt.
In seiner Rede verzichtete Feistenauer darauf, die letzten 30 Jahre im Detail zu resümieren und  bedankte sich stattdessen bei allen, die ihn während seiner Amtszeit unterstützt und mitgeholfen haben, den Verein über die Jahrzehnte zu leiten und voranzubringen. Einen ganz besonderen Dank sprach er dabei seiner Frau Erika für ihre tatkräftige Unterstützung aus. Ohne ihren Rückhalt wäre dies alles nicht machbar gewesen und sie habe ihn stets angetrieben, so Feistenauer. Schließlich versprach er, dem Verein noch eine Zeit lang als Technischer Leiter zur Verfügung zu stehen.

In seiner ersten Amtshandlung bedankte sich der neue Vorsitzende Reiner Weig für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und bat um die Mithilfe aller Mitglieder bei Erhalt, Wartung und dem schonenden Umgang mit dem stolzen Vereinsbesitz. Hilfsbereitschaft und Kameradschaft, Respekt und Rücksicht, sowie größte Umsicht und Vorsicht am Boden und in der Luft, sollen und müssen weiterhin die obersten Prioritäten im Vereinsleben sein. Es gibt wohl wenig Vereine die bei Sicherheit und Risikovorsorge eine so große Verantwortung zu tragen haben, ermahnte Weig. „Seit Bestehen des Vereins 1951 sind keine Personenschäden entstanden, und das soll auch so bleiben.“
Die Gewinnung neuer, flugbegeisterter Mitglieder und die Verjüngung des Flugzeugparks  zählte Weig zu den wichtigsten Zielen der nahen Zukunft.

Abschließend zollte er seinem Vorgänger Anerkennung. „Ein Dank und unser herzliches Vergelt’s Gott muss reichen, denn bezahlen könnte man das, was er geleistet und auf die Beine gestellt hat niemals. Die Liebe und das große Engagement eines Vorsitzenden zu seinem Verein über so lange Zeit wird man selten finden.“  Weig gab bekannt, dass eine Würdigung Feistenauers in angemessener Form für das kommende Flugplatzfest am 28.-29.Juli 2012 einplant ist.

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