In vielerlei Hinsicht war 1972 das erfolgreichste Jahr des Clubs. Fliegerisch konnte wieder der 1. Platz bei den Deutschen und Bayerischen Segelflugmeisterschaften belegt werden. Alfred Mehler, Josef Meierl und Karl Ziegler waren die erfolgreichen Piloten.

Kamerad Josef Meierl konnte aufgrund seines 1. Platzes bei den Oberpfalzmeisterschaften auch an den Bayerischen Meisterschaften in Schweinfurt teilnehmen und belegte den 5. Platz.

Kamerad Robert Lochner erflog seinen 3. Diamanten mit einem Höhenflug von 8000 m in Frankreich.

Der zweisitzige Motorsegler "SF-25 B" mit dem Kennzeichen D - KHOM wurde während den Olympischen Spielen in München von den Fluglehrern Willi Venzl und Karl Ziegler in Dachau abgeholt und mit einer Zwischenlandung in Augsburg zum Einbau der Funkausrüstung nach Tirschenreuth in den "Unteren Stadtteich" geflogen.


Taufe des ersten Tirschenreuther Motorseglers.

Der Bau des Clubheims hatte begonnen und ging mit Riesenschritten voran.


Kurz nach Baubeginn.


Wenn die ... steigen, wird das Wetter schön.

Der 1. Vorsitzende lobte besonders Albert Schenkl und Richard Trißl, welche sich in besonderem Maße um den Bau des Clubheims verdient gemacht hatten. Albert Schenkl, ein begnadeter "Holzwurm", sägte, hobelte, nagelte alles exakt und auf den Millimeter genau. Es gibt noch heute keine Ritze, keinen Spalt.


Endlich ein trockener gemütlicher Raum zum Feiern.


Leider musste aber auch der Doppelsitzer "Ka 7" nach England verkauft werden. Dies war nötig, um den Motorsegler vollständig bezahlen zu können. Als Ersatz wurde eine "Ka 4 - Rhönlerche" erstanden. Damit war der Segelflug Schulbetrieb im Verein wieder gesichert. Trotzdem standen bei einigen Piloten Tränen in den Augen, als die "Ka 7" vom Platz rollte.


Wir wünschen Dir schöne Flüge in England.

Am 30. April 1973 betrug die Zahl der Mitglieder genau 100. Davon waren 38 aktiv und 62 passiv im Verein tätig. Die Einweihung des Clubheims in Verbindung mit der Taufe des Motorseglers war ein gelungenes Fest.


Einweihungsrede des ersten Vorsitzenden.

Fliegerisch war das Jahr nicht so erfolgreich. Das war in erster Linie durch den Bau des Clubheims bedingt.

Robert Lochner wurde am 12. Mai 1973 als erstem Mitglied im Verein die Gold-C mit 3 Diamanten verliehen.


Dazu ist er am 1. Juli 1967 einen Dreieckszielflug auf Ka 6 CR, D-1010, mit 320 Km in Weiden/Opf. geflogen. Den Höhenflug mit 8000 Meter über NN am 12. April in St.Auban/Südfrankreich auf einem französischem Typ "Squale Marfa" und einen weiteren Dreieckszielflug über 502 Km am 12. Mai 1973 auf dem Feuerstein auf LS 1 mit dem Kennzeichen D-0181.

1974 wurde die vereinseigene "Ka 6" mit dem Kennzeichen D - 1858 nach Selb an Herrn Pöllmann verkauft.
Im September 1974, nach dem plötzlichen Ableben des Kameraden Dimpl vom Aero-Club Weiden, wurde durch den Landesausbildungsleiter Herrn Stolle ein neuer Gruppenfluglehrer für die Oberpfalz gesucht. Während einer außerordentlichen Fluglehrertagung in Amberg wurde unser Fluglehrer Willi Venzl einstimmig in dieses verantwortungsvolle Amt gewählt.