Bei der Überprüfung der Tirschenreuther Flugschule 1986 durch das Luftamt Nordbayern gab es keine Beanstandungen. Der Ausbildungsbetrieb wurde ausdrücklich gelobt. Am 27. Mai 1986 traf die Genehmigung für die Erweiterung der Halle ein. Mit dem Anbau konnte begonnen werden.

Während der Jahreshauptversammlung am 28. Mai 1986 im Clubheim, wurde der Kauf einer neuen Maschine, einer LS 4, bekanntgegeben. Die Vorstandschaft hatte sich für einen hochwertigen Kunststoffsegler entschieden, weil er eben weniger Wartungsarbeiten mit sich bringt und der Verein auch einmal ein neues Kunststofflugzeug seinen Mitgliedern zur Verfügung stellen wollte.

Eine ASTIR CS 77, ein einsitziges modernes Leistungssegelflugzeug, wurde gekauft und verstärkte den Maschinenpark des Vereins. Der Verein verfügte somit über 7 Maschinen und diese waren nötig. Alle wollten viel und möglichst oft fliegen.

Im April bestand Dieter Mai die Fluglehreranwärterprüfung als Bester und fungierte somit als Fluglehrerassistent. Sofort wurde auch eifrig geschult, wie die folgenden Zahlen beweisen.

1814 Starts insgesamt. Davon waren 909 Schulstarts, 457 Starts mit Lehrer sowie fünf Flugzeugschlepps.

Von allen Flugbewegungen waren die Hälfte Schulstarts. Die Kameraden Walter Köllner, Albert Schmidt und Josef Schels jr. konnten die A-Prüfung ablegen. Stefan Feistenauer und Armin Lippert die B-Prüfung.

Edith Mehler, Susanne Gleißner, Hubert Trißl und Markus Christl stiegen auf die Ka 6 um und erwarben die C-Prüfung. Edith Mehler, Horst Ziegler und Gerd Ziegler flogen die 50 km Überlandstrecke. Im Oktober 1986 besuchte Dieter Mai erfolgreich den Fluglehrerlehrgang auf Burg Feuerstein.

Nachwuchsmäßig war der Segelflugclub Stiftland in dieser Zeit mit Abstand an erster Stelle. Kein Verein hatte mehr Flugschüler als wir. 1986 war aber auch ein Arbeitsjahr für den Club. Der Turm wurde undicht und mußte mit viel Aufwand wieder abgedichtet werden.

Endlich konnte ein Ofen für das Clubheim beschafft und rechtzeitig zur Nikolausfeier erstmalig befeuert werden. Es war eine "Affenhitze" in der Hütte. Edi Kraus, Richard Trißl und Sepp Sittl waren die Ofenkonstrukteure und -bauer. Aber um zu heizen, musste viel viel Holz geschlagen werden.

Die größte Baumaßnahme war der Hallenanbau in diesem Jahr, der unter der Regie unseres leider so früh verstorbenen Kameraden Josef Sittl zügig über die Bühne ging. Im Winter 1986/87 wurde ein neues Benzinhäusl gebaut, um die Betankung des Motorseglers zu vereinfachen.

1987 war fliegerisch kein besonders gutes Jahr. Es gab viel Regen. So konnten die Startzahlen des Vorjahrs auch nicht ganz erreicht werden. Gesamtzahl der Starts 1797, davon 557 Schulstarts mit Lehrer. 428 Motorsseglerstarts. Am 18. Oktober legte Gerald Kopf, am 9. August Edi Kraus und am 12. August Ingo Poy die A-Prüfung ab.

B-Prüfungen wurden erfolgreich durchgeführt von Albert Schmidt am 28. Juni, Walter Köllner 7. August und Margret Schels am 23. August. Edith Mehler und Horst Ziegler erhielten die PPL - C. Ludwig Mehler erhielt die PPL - B. Die 5-Stundenflüge legten ab Edith Mehler und Hubert Trißl. Christl Markus legte die praktische Prüfung zur PPL - C ab und wurde auch Windenfahrer. Alles in allem war 1987 wieder einmal eine erfolgreiches Schul- und Ausbildungsjahr.

Während der Jahreshauptversammlung, am 27. Mai 1987, galt der besondere Dank des 1. Vorsitzenden Hermann Feistenauer den Ofenbauern Edi Kraus, Richard Trißl und Josef Sittl sowie den Fliegerdamen für ihr unermüdliches Engagement im Clubheim für Sauberkeit, Ordnung und Gemütlichkeit zu sorgen.

1987 wurde ein zweites Leistungssegelflugzeug vom Typ ASTIR CS 77 gekauft. Der Parkplatz hinter der Halle wurde begradigt und etwas befestigt.

Albert Köstler besuchte vom 26. bis 31. Oktober 1987 mit Erfolg einen Fallschirmpackerlehrgang und konnte damit den langjährigen, treuen Fallschirmpacker des Vereins Albert Schenkl ablösen.



Winter im "Unteren Stadtteich"