Die Flugsaison 1989 startete am 12. und 19. April mit der Abnahme der Flugzeuge durch den Prüfer. Bereits nach den ersten Starts ging der Motor der Winde kaputt und schnell musste reagiert werden um den Flugbetrieb wieder aufnehmen zu können. Ende April beteiligte sich der Verein mit einem eigenen Stand an der Stiftlandschau.

Vom 16. bis 19. Mai besuchten die Piloten ein Flugzeugschlepplager in Schwandorf bei wunderschönem Wetter. Josef Schels senior schleppte mit der Eichstätter Maschine ein Segelflugzeug nach dem anderen in den Himmel. Dies war ein besonders gelungener Einstieg in die neuen Flugmonate.

Der Verein beteiligte sich am Bürgerfest und führte am 29. und 30 Juli das jährliche Hallenfest durch. Im Anschluss folgten die Flugwochen. Etliche PPL-C und PPL-B Prüfungen sowie 50-km Überlandflüge wurden durchgeführt.

In diesem Sommer wurden auch unsere schönen Verkaufsstände durch Albert Schenkl und Hubert Trißl fertiggestellt.

Christl Gleißner mit 661 Starts als verantwortliche Flugleiterin und Edith Mehler mit 226 Windenfahrerstarts waren beispielhaft die tragenden Säulen der Bodenmannschaft, ohne die es im Segelflug einfach nicht funktioniert.


Christl Gleißner und "ihr" Turm


Nicht nur das Flugzeug wurde weiß (Karl Ziegler)

In der Wintersaison wurde die Ka 8 unter der Leitung von Karl Ziegler, er verbrachte 95 Stunden in der Werkstatt, für ca. 5000,00 DM grundüberholt. Sie ist nun weiß geworden und sah mit ihrer neuen Haube wunderschön und fast wie neu aus.

Mit dem Bau einer Winde wurde ebenfalls begonnen. Ein alter LKW wurde demontiert und von Ludwig Mehler, Hubert Trißl und Stefan Sertl sandgestrahlt, grundiert und wieder zusammengebaut.


Im Frühjahr 1990 wurde ein neuer Motor in den Motorsegler eingebaut. Die Flugsaison begann mit der Flugzeugabnahme am 25. April und am 9. Mai 1990. Nach dem zweiten Start ging dann auch gleich das Getriebe der Winde kaputt. 5 mal wurden verschiedene Getriebe aus- und eingebaut. Ein altes Erbendorfer-Getriebe hat schließlich funktioniert. Daraufhin bestellte der 1. Vorsitzende einen komplett montierten Windensatz, der im November 1990 geliefert wurde.

Die Flugbewegungen wurden erstmalig computergestützt im Flugbuch aufgezeichnet und zum Schutz "der weniger am Flugbetrieb Beteiligten" wurde eine Markise vorne am Fliegerhäusl angebracht.

Die Computerbuchführung bringt enorme Vorteile für den Kassier und den Statistiker. Auch der Chronist nutzt für sich die erstmalig lückenlos aufgezeichneten größeren und kleineren Leistungsflüge.

26.05.90 Albert Schmidt 50 Km Schwandorf
27.05.90 Eduard Kraus 300 Km MOSE
27,05.90 Gerald Kopf 120 Km Schwandorf-TIR
27.05.90 Christl/L. Mehler 180 Km Schwandorf-Pegnitz-TIR
04.08.90 L. Nürnberger 5 Std Flug
08.08.90 X. Gleißner/G. Kopf 210 Km TIR-Nitttenau-Pegnitz-TIR
08.08.90 Ludwig Mehler 500 Km TIR-Karlstadt-Donauwörth-TIR
08.08.90 Edith Mehler 400 KM TIR-Hassfurt-Hesselberg-TIR 09.08.90 Armin Lippert 50 Km TIR-Schwandorf
09.08.90 Walter Köllner 50 KM Schwandorf-TIR
09.08.90 Gerald Kopf 5 Std Flug
09.08.90 Xaver Gleißner 5 Std Flug
11.08.90 L. Nürnberger 50 Km TIR-Schwandorf
11.08.90 S. Feistenauer 50 Km Schwandorf-TIR
11.08.90 Bönsch/Köstler 210 Km TIR-Nittenau-Pegnitz-TIR
12.08.90 Stefan Sertl 5 Std Flug
12.08.90 Albert Schmidt 300 Km MOSE


Das Prüfungsratmitglied Herr Engel vom Luftamt Nordbayern nahm am 16. August 1990 5 Prüfungsflüge ab. Armin Lippert, Ludwig Nürnberger und Ingo Poy wurden erfolgreich als Segelflieger geprüft und Eduard Kraus und Albert Schmidt als Motorseglerpiloten.

Der Bau der neuen Winde wurde der Schwerpunkt der Winterarbeit 1990 auf 1991.