Das Fliegerjahr 1992 begann nicht auf dem Segelfluggelände in Tirschenreuth, sondern am 11. April in Erbendorf. Am 10. April wurde mit dem Motorsegler in Tirschenreuth erstmalig gestartet. Die guten Segelfliegerkameraden vom AERO-CLUB Erbendorf nahmen uns sofort wieder einmal auf und ließen uns auf ihrem Platz bis zum 18. Juni mitfliegen. Gott sei es gedankt, die Verhandlungen um die Platznutzung in Tirschenreuth kamen zu einem guten Ende und am 20. Juni 1992 führte Willi Venzl den ersten Seglerstart in "Unteren Stadtteich" durch. Dieser und die weiteren Starts wurden erstmalig mit der neuen Startwinde, SW - 1070, Tost-Baureihe 05, Form A, mit einem Chevrolet Motor, 230 PS durchgeführt. Die Windenfahrer an diesem Tag waren Richard Trißl, Hubert Trißl, Ludwig Mehler und Hermann Feistenauer. Der letzte Start dieser Saison erfolgte am 09. November.


lustige Fliegerjugend von links nach rechts: Steffi Bönsch, Christian Kopf, Ludwig Mehler und Martin Lauterbach

10 Flugschüler waren durch die Lehrer zu betreuen und auszubilden. Edith Mehler führte 259 Schulstarts mit der ASK 13 und Willi Venzl 199 Schulstarts auf dem Motorsegler und der ASK 13 durch. Von den insgesamt 1950 Starts entfielen 902 auf die ASK 13 und 512 auf den Motorsegler. 854 Flugstunden verzeichnet das Hauptflugbuch. 3 Alleinflüge (Christian Kopf 16. 08., Sonja Maier 22. 08. und Rainer Schaller 13. 09.) wurden durchgeführt. Dass die ASK 13 nicht nur eine Schulmaschine ist, bewiesen Stefan Sertl und sein CO-Pilot Ludwig Mehler am 09. Juli, indem sie ein 318 Km Dreieck flogen. Dies war der 5. Platz in der Wertung der Bayerischen Doppelsitzerklasse.

Vom 17.8. - 22.8.1992 besuchte Ludwig Mehler erfolgreich, als erster Pilot des Vereins, die Kunstflugschulung auf der Friesener Warte.


Abrüsten der ASW 15 nach einer Außenlandung

Auch 1993 begann leider wieder mit Platzproblemen. Wieder mussten wir nach Erbendorf zu unseren treuen Fliegerkameraden ausweichen. Anfang Mai konnte dann der Flugbetrieb in Tirschenreuth wieder aufgenommen werden.

Am 19. Mai legten 8 Kandidaten die Funksprechprüfung bei der Deutschen Post in Nürnberg erfolgreich ab. Es waren dies: Ludwig Gleißner, Peter Feistenauer, Martin Lauterbach, Sonja Maier, Stefan Ockl, Rainer Schaller, Alexandra Sittl und Emanuel Venzl. Am 22. Juni folgte Christian Kopf nach. Er war am 19. Mai noch keine 15 Jahre alt und durfte nicht teilnehmen.

Am 16. Mai 1993 wurden insgesamt 68 Stunden geflogen. Es flogen Rainer Bönsch auf ASTIR einen Dreiecksflug mit 2-facher Umrundung 318 km. Gerald Kopf und Stefan Sertl aus ASK 13 ein 176 Km Dreieck.
Mehler Edith auf LS 4 ein 319 km Dreieck und Ludwig Mehler auf ASW 15 ein 305 km Dreieck.

Peter Feistenauer landete nach über 6 Stunden auf Ka 8, total durchgefroren, auf dem Platz.


...kein Wunder bei diesen Wolken...

Dieser Tag ging in die Vereinsgeschichte als der Tag mit den meisten Flugstunden ein.

Während der Jahreshauptversammlung am 19. Mai 1993 dankte der Ehrenvorsitzende Dr. F. Nickl der gesamten Vorstandschaft für ihre engagierte ehrenamtliche Tätigkeit. Besonders hob er die Aufgaben des 1. Vorsitzenden Hermann Feistenauer hervor. Seine Tätigkeit hat sich in den letzten Jahren zu einem Umfang entwickelt, von dessen Vielfältigkeit man sich kaum mehr eine Vorstellung machen kann.

Sein Dank galt auch den Übungsleitern, die nicht wie in den meisten Vereinen üblich und rechtens ihr Übungsleiterentgelt behalten und für sich persönlich verwenden, sondern den gesamten Betrag dem Verein spenden. Und das Jahr für Jahr. Ludwig Mehler legte im August erfolgreich die Fluglehreranwärterprüfung ab. Somit verfügte der Verein wieder über 4 Fluglehrer (Willi Venzl Segler und Motorsegler, Dieter Mai Segler, Edith Mehler Segler und Ludwig Mehler Segler).


Edith und Ludwig Mehler - die neuen Fluglehrer des SFC