Am 24. Januar 1998 fand im Fliegerhäusl eine öffentliche Jugendversammlung statt. 1. Vorsitzender Hermann Feistenauer hielt die Einführungsrede und machte nochmals den Sinn und Zweck der Jugendordnung, die auch in die Vereinssatzung aufgenommen wird, sowie der Jugendvertretung mit größerem Verantwortungsbereich dem Hauptverein gegenüber, deutlich.

Die Wahlen der Jugendvertreter brachten folgendes Ergebnis:
1. Jugendleiter Ludwig Mehler
2. Jugendleiter Emanuel Venzl
Schriftführerin Anna Venzl
Kassier Christian Kopf
Stefan Feistenauer und Walter Köllner wurden zu Kassenprüfern ernannt.


Im Frühjahr 1998 wurden die vom Luftamt Nordbayern geforderten Signalfähnchen an der Hochspannung befestigt. In einer Öltonne, am Bagger festgeschraubt, fuhr unser 1. Vorsitzender Hermann Feistenauer in den Himmel und hing die schönen, neuen roten Wimpel an den Drähten auf.

Während der Jahreshauptversammlung am 13. März 1998 konnte der 1. Vorsitzende unseren neuen Ausbildungsleiter Gerhard Döhrling vom Segelflugverein Grafenwöhr begrüßen. Gerhard Döhrling übernahm dankenswerter Weise diese so wichtige Aufgabe im Ausbildungsbetrieb SFC Stiftland.

Willi Venzl, unser "Cheffluglehrer", Motorseglerlehrer und Seglerlehrer, gab dieses Amt nach nunmehr 40 Jahren als aktiver Fluglehrer im Verein ab und schulte nur noch auf dem Motorsegler.

 


Unser Willi

Der 1. Vorsitzende bedauerte in diesem Zusammenhang, dass keine Motorseglerpiloten des Vereins die Ausbildung zum Motorseglerlehrer auf sich nehmen möchten.


Die Firma Audi stiftet ein neues Seilrückholfahrzeug - einen Audi A8

Umso wichtiger war es für uns, mit Gerhard Döhrling einen aus der praktischen Fliegerei kommenden, erfahrenen Fluglehrer und Kameraden für unsere Ausbildung zu gewinnen.


Thomas Zintl beim letzten Überprüfungsflug vor dem 1. Alleinflug am 14.08.1998

Auch fliegerisch tat sich trotz des weniger guten Wetters wieder einiges auf dem Platz und in der Luft. So wurden 405 Schulflüge mit und ohne Lehrer durchgeführt.

Willi Venzl flog 143 Schulstarts, Ludwig Mehler 65, Edith Mehler 35 und Dieter Mai 30. Die Schüler waren alle gut geschult und flogen schon beachtliche Leistungen.

Am 22. November 1998 begann wieder auf Initiative von Gruppenfluglehrer Josef Häupl der Theorieunterricht überregional, diesmal auf dem Gelände der Schwandorfer Fliegerfreunde. Fast alle Tirschenreuther Flugschüler nahmen daran teil.

Diese Theorieausbildung endete am 20. Februar 1999. Wenige Zeit später legten die Flugschüler Rainer Weig, Motorsegler, Johannes Bauer, Martin Höpfner, Robert Venzl und Markus Laber, Segelflug, erfolgreich die theoretische Prüfung vor dem Luftamt Nord ab.

In der Jahreshauptversammlung am 16. April 1999 dankte der 1. Vorsitzende Hermann Feistenauer dem langjährigem Kassier des Vereins, dem Kameraden Alfred Mehler, für die so erfolgreiche Finanzenführung. Mittlerweile wurde das System der Buchführung auf EDV umgestellt und der durch Alfred Mehler eingearbeitete Kamerad Walter Köllner übernahm das Amt des Kassiers.

Sein Dank galt auch dem Werkstattleiter Stefan Sertl, der in seiner ruhigen und bescheidenen Art die Wintermonate mit der Überholung der Flugzeuge verbrachte. Mit großer Freude wurde der Bericht des Ausbildungsleiters Gerhard Döhrling aufgenommen.

Aus der großen Zahl der Schüler waren wieder einige erfolgreich und konnten die Beiblätter zur PPL erwerben. Den ersten Überlandflug des Jahres zum Erwerb der PPL C, flog Robert Venzl am 13. Juni 1999 von Tirschenreuth nach Schwandorf.

Während der Flugwochen folgten dann weitere 50 Km Überlandflüge der Flugschüler Johannes Bauer, Martin Lebegern, Edi Kraus, Martin Höpfner und Michael Feneis von Tirschenreuth nach Pegnitz. Am 16. August 1999 bestand Rainer Weig die praktische Prüfung für die Motorseglerberechtigung. Johannes Bauer, Martin Höpfner, Martin Lebegern und Robert Venzl die praktische Prüfung für Segelflugzeuge. Alle Prüfungen fanden mit Herrn Dambach vom Luftamt Nordbayern in Tirschenreuth statt.


von links nach rechts: Fluglehrer Willi Venzl, Martin Höpfner, Johannes Bauer, Ausbildungsleiter Gerd Döhrling, Robert Venzl und Martin Lebegern

Am 19. September folgten die praktischen Prüfungen von Markus Laber und Michael Feneis auf der ASK 13 mit dem Prüfungsratmitglied Herrn Engel vom Luftamt Nordbayern.

In der insgesamt fliegerisch erfolgreichen Saison wurden 1093 Starts mit 772 Stunden geflogen.

Im Fluglager stand auch wieder die ASK 21 vom Luftsportverband Bayern zur Verfügung und wurde eifrig geflogen. In den Wintermonaten wurde der Schuldoppelsitzer ASK 13 unter der motivierenden Leitung des Kameraden Stefan Sertl teilweise grundüberholt. Alt und Jung war eifrig dabei.