In der Vorstandssitzung am 25. Mai 1965, im Nebenzimmer "Jägerstüberl" des Gasthofes Anker in Tirschenreuth wurde einstimmig beschlossen, daß ab sofort für jedes am Flugbetrieb aktiv beteiligte Mitglied eine Arbeitszeit von 30 Stunden für die Instandsetzung des Fluggerätes sowie des Flugplatzes pro Jahr festgesetzt wird.

Die Arbeiten sind außerhalb des Flugbetriebs, also während der Wintermonate, d.h. zwischen dem letzten und dem ersten Start durchzuführen. Für weniger geleistete Arbeitsstunden ist eine Gebühr von 2,00 DM pro Stunde an den Verein zu leisten.

Die Flugwoche Anfang Juni 1965 musste leider ausfallen, da der Platz in einem sehr schlechten Zustand war.

Die Startgebühren waren nicht mehr kostendeckend und mussten um 0,50 DM pro Start erhöht werden, (Startgebühr damit 2,50 DM).
Das Thema Nachwuchswerbung kam wieder hoch. 1. Vorsitzender Dr. F. Nickl: Ein Verein ohne Nachwuchs kann auf die Dauer nicht bestehen, bemühen sie sich um junge Menschen, wir gewähren eine sichere Doppelsitzerschulung, verfügen über einen sehr guten Maschinenpark, sowie hervorragendes Gerät.

Als beste Leistung im Verein, in der Flugsaison 1965 ist der Zielflug des Kameraden Max Hahn zu bewerten. Er flog von Tirschenreuth nach Kitzingen und zurück. Dafür wurde ihm der erste Diamant zur Gold C verliehen.

Franz Winter (Faz) erflog sich die Silber - C.

Der Bau der Umgehungsstraße verzögerte sich in Zusammenhang mit dem Bau des Bundeswehrgeländes erneut, so dass man im Bezug auf den Flugplatz wieder etwas aufatmen konnte.

Insgesamt gab es 790 Windenstarts und 21 Flugzeugschlepps. 340 Gesamtflugstunden mit einem Durchschnitt von 25 Minuten pro Start.

Der Mitgliederstand betrug am 30. April 1965 45 Aktive und 53 Passive.



Fliegerkamerad Amadeus Reber kann überall landen.

Am 29. November 1965 wurde in einer Sitzung der Vorstandschaft der Verkauf des vereinseigenen "Spatz" an den Segelflugclub Schwandorf einstimmig beschlossen. Im Gegenzug wurde der Ankauf einer "Ka 6 CR - Rhönsegler" mit Transportanhänger bei der Firma Schleicher in Poppenhausen an der Wasserkuppe einstimmig genehmigt.

Durch Reklame der Sparkasse Tirschenreuth, Spenden der Mitglieder und einem Zuschuss der Stadt Tirschenreuth konnte die Finanzierung bewältigt werden. Der Verein verfügte damit über das leistungsstärkste Segelflugzeug der damaligen Zeit.

Die vereinseigene "Ka 6 CR" mit dem Kennzeichen D - 1088, sowie ein Transportanhänger kamen im Jahr 1966 in den Club. Die "Ka 8" wurde bei der Firma Eichelsdörfer in Bamberg Ende 1966 generalüberholt. Das Fluggerät war nach der Prüfung durch Herrn Ingenieur Widlok in bester Ordnung.

Den Kameraden Erwin Grundler und Hermann Feistenauer wurde durch den "Boss" ein besonderer Dank für die Grundüberholung, bzw. den Umbau der Startwinde ausgesprochen. In diesem Dank war die Maschinenfabrik Gebr. HAMM, welche in großzügiger Weise ihre Werkstatt zur Verfügung stellte, eingeschlossen. Die sich verschlechternde Wirtschaftslageverzögerte den Bau der Umgehungsstraße erneut. Der Jugendleiter Albert Schenkl wurde zum Fallschirmpacker des Vereins ausgebildet und packte von nun an sicher und vertrauenswürdig unsere Rettungsgeräte.

Das Jahr 1967 war für den Verein ein sehr erfolgreiches Jahr. Der größte Erfolg war der 2. Platz im Dezentralen Wettbewerb in Bayern (die erfolgreichen Piloten waren: Robert Lochner, Max Hahn und Oskar Hiltner). Kamerad Max Hahn hat mit seinem 500 km Dreiecksflug die herausragendste Leistung erbracht. Bei der Jahreshauptversammlung des LVB wurde ihm hierfür die "Silberne Lilienthal Plakette" überreicht. Ein 5. Platz wurde im Deutschen Segelflugwettbewerb errungen.

Den Kameraden Schulze, Kupke und Feistenauer wurde die Silber C verliehen. Wolfgang Giesecke flog 5 Stunden. 4 B-Prüfungen (Schneider, Ascherl, Tretter und Orthofer) und eine A-Prüfung wurden bestanden.
Das Jahr 1968 war bei weitem nicht so erfolgreich wie das vorangegangene.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung des Kameraden Hans-Georg Schulze. Er erflog die Gold - C.

Die Werkstatt musste wieder einmal verlegt werden. Diesmal von der Knabenschule in die Marienschule. Der neue Raum in der Mädchenschule wurde mit der Unterstützung des Bürgermeisters Oberndorfer dem Club zur Verfügung gestellt.

Am 30. April 1968 waren 44 aktive Segelflieger und 43 passive Mitglieder gemeldet. Der Bau der Umgehungsstraße verzögerte sich weiter.

Mit Teilen war der Verein in Reutte/Tirol und genoss viele, schöne Flüge mit den vereinseigenen Maschinen über den Alpen.



Startvorbereitung des ersten Vorsitzenden Dr. Ferdinand Nickl zum Flug über die Alpen in Reutte / Tirol.

Im November beauftragte die Vorstandschaft den 1. Vorsitzenden mit der Beschaffung einer neuen Haube für den Rhönadler bei der Firma Eichelsdörfer, Bamberg zum Preis von ca. 1.200,00 DM.